{"id":2067,"date":"2024-07-05T12:50:29","date_gmt":"2024-07-05T12:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.improof.lu\/?p=2067"},"modified":"2025-04-08T12:24:33","modified_gmt":"2025-04-08T12:24:33","slug":"kinderarmut-in-luxemburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/","title":{"rendered":"Kinderarmut in Luxemburg"},"content":{"rendered":"<p>Die Frage impliziert, dass Kinder, die in REVIS-Haushalten leben, keine Chancen haben &#8211; wof\u00fcr? Was bedeutet es? Keine Chance, der Armut zu entrinnen, stets und st\u00e4ndig. Weil der gesamte Lebensweg von Beginn an so viel schwerer ist, so viel Kraft kostet, dass Schule, Berufsausbildung, Wohnen, Leben, \u2026 st\u00e4ndiger Kampf bedeuten. Es sind nicht nur die fehlenden finanziellen Mittel f\u00fcr den allt\u00e4glichen Bedarf, wo ein Paar neue Schuhe oder die Reparatur der Waschmaschine gro\u00dfe Sorgen ausl\u00f6sen. Aus vielen einzelnen Defiziten und \u201eNicht-M\u00f6glichkeiten\u201c resultiert auch eine soziale Herabstufung und Isolation. Das alles bedeutet immer wieder permanenter Stress, Scham, Stigma, Angst, Hilflosigkeit &#8211; ein Leben lang, bis hin zu Morbidit\u00e4t und fr\u00fcherem Tod. Das trifft nicht nur diese Menschen, es hat auch Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft &#8211; in finanzieller Hinsicht und in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt.<\/p>\n<p>Kinder sind arm, weil ihre Eltern\/Erziehungsberechtigten arm sind.[2]<\/p>\n<p>Armut und Ausgrenzung\/Exklusion h\u00e4ngen zusammen: \u201eArmut bezeichnet prim\u00e4r einen Mangel an Ressourcen; Ausgrenzung bezeichnet prim\u00e4r die Marginalisierung von einer Person, einer Familie, einer Gruppe wegen zu gro\u00dfer Entfernung mit dem dominanten Lebensstil in der Gesellschaft\u201c (Europ\u00e4ischer Rat 1984). Seit 2010, dem 1. Europ\u00e4ischen Jahr zur Bek\u00e4mpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, sind Begriffe wie Armutsbek\u00e4mpfung einerseits und F\u00f6rderung der sozialen Koh\u00e4sion andererseits in aller Munde. Noch nie wurde auch in Luxemburg mehr Geld in die Sozialpolitik investiert als heute[3] und trotzdem steigt das Armutsrisiko immer h\u00f6her und geht die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinander.<\/p>\n<p>2023 fielen in Luxemburg 19% der Menschen unter das Armutsrisiko. Besonders betroffen von Armut sind Kinder (fast 25%), Alleinerziehende (26%) und Jugendliche (fast 30%).[4]<\/p>\n<p>Vieler dieser Menschen sind im REVIS-Bezug. Dabei geh\u00f6rte dieses Sozialhilfegesetz, als es 1986 noch als RMG-Gesetz in Kraft trat, zu den fortschrittlichsten in ganz Europa.[5]<\/p>\n<p>Leider bleibt es eine hinreichend bewiesene Tatsache, dass REVIS oft arm macht und Armut verfestigt[6], auf Generationen. Weil die Menschen oft nicht in der Lage sind, oder in die Lage versetzt werden, genug zu verdienen, um den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Und weil f\u00fcr sie und ihre Kinder, verursacht durch den REVIS-Bezug &#8211; also durch den Staat &#8211; der Schuldenberg t\u00e4glich w\u00e4chst: Geld kann zur\u00fcckgefordert werden, und es werden Hypotheken auf Wohneigentum gesetzt. Hier wird die Sozialhilfe zur Armutsfalle[7], nicht nur f\u00fcr die Erwachsenen.<\/p>\n<p>2023 waren von 24707 REVIS-Beziehern 8394 unter 18 Jahre und 2012 zwischen 18-24 Jahre. Macht insgesamt ca. <strong>42% Kinder und Jugendliche<\/strong>, die in REVIS-Haushalten leben.[8]<\/p>\n<p>Was bedeutet dies konkret f\u00fcr die Kinder und Jugendlichen (und die Erwachsenen im Haushalt)?<\/p>\n<p>Wie wird ihnen im Rahmen des REVIS geholfen \u2013 nicht geholfen? Welche Auswirkungen hat es auf sie direkt und auf ihr sp\u00e4teres Leben?<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigungsma\u00dfnahmen zur beruflichen Integration kennen inzwischen alle. Diese sind f\u00fcr die 25 \u2013 65 j\u00e4hrigen Arbeitsf\u00e4higen. Aber was wird im Rahmen des REVIS getan, um allen Betroffenen zu helfen? Welche Ma\u00dfnahmen werden ergriffen?<\/p>\n<p>Drei staatliche Akteure sind hier involviert: FNS\/Solidarit\u00e4tsfonds, ONIS\/nationales Amt f\u00fcr soziale Eingliederung und ADEM\/Arbeitsagentur. Ma\u00dfnahmen und Hilfestellungen nichtmonet\u00e4rer Art bieten ONIS und ADEM. Allerdings nur im Bereich der Vorbereitung, Aktivierung und Eingliederung auf den Arbeitsmarkt.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren auch die sog. \u201eMa\u00dfnahmen zur Stabilisation und Vorbereitung\u201c des ONIS, die zurzeit haupts\u00e4chlich aus Sprachkursen bestehen oder berufsbezogene Themen haben.<\/p>\n<p>62% der Personen im Kompetenzbereich des ONIS konnten 2023 nicht oder nur teilweise an den Ma\u00dfnahmen teilnehmen und wurden dispensiert (\u201ebefreit\u201c). Wie im Jahresbericht festgestellt wird, stellt die Anwesenheit von Kindern im Haushalt h\u00e4ufig ein erhebliches Hindernis f\u00fcr die Teilnahme an Aktivierungsma\u00dfnahmen dar. Bei 1605 Personen (27% der Leistungsempf\u00e4nger im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des ONIS) stellten die Sozialarbeiter dieses Hindernis fest, wobei die Mehrheit (87%) Frauen waren. Von diesen Personen waren 825 auf der Suche nach einem Kinder-Betreuungsplatz. Leider gibt es zurzeit &#8211; im Gegensatz zu RMG-Zeiten &#8211; keine spezifischen Angebote f\u00fcr die anderen Zielgruppen im Kompetenzbereich des ONIS, z.B. f\u00fcr Familien mit Kindern, Alleinerziehende oder die 18 \u2013 24 J\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Was bedeuten diese Dispensen nun f\u00fcr die Erwachsenen und deren Kinder?<\/p>\n<p>Die Nichtteilnahme an Ma\u00dfnahmen verschlechtert nicht nur die pers\u00f6nlichen und fachlichen Kompetenzen.<\/p>\n<p>Sie f\u00fchrt auch dazu, dass der Schuldenberg durch den REVIS t\u00e4glich steigt. Gro\u00dfe Leidtragende sind Kinder, wenn aufgrund fehlender Betreuungspl\u00e4tze Dispensen ausgesprochen werden. Besonders bei Alleinerziehenden im Sozialhilfebezug gibt es viele, deren einziges \u201eProblem\u201c die fehlende Kinderbetreuung ist. Sie k\u00f6nnten arbeiten und unabh\u00e4ngig vom REVIS sein, w\u00e4ren ihre Kinder betreut. F\u00fcr die sozio-kulturell Benachteiligten, wirkt sich der fehlende Maison Relais-Platz noch negativer aus, weil diese Kinder keine Chance erhalten, sich in den qualitativ exzellenten \u00f6ffentlichen Einrichtungen entwickeln zu k\u00f6nnen, um damit ihre schulische Laufbahn zu verbessern, dem REVIS zu entrinnen und als qualifizierte Fachkraft in der Arbeitswelt ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung leisten zu k\u00f6nnen. Neben den Dispensen wirken sich alle Sanktionen, R\u00fcckforderungen und Hypotheken auch immer negativ auf die im Haushalt lebenden Kinder aus.<\/p>\n<p>Wenn Erwachsene sanktioniert werden, weil sie z.B. einen Termin nicht eingehalten haben oder wenn weniger Geld ausbezahlt wird, weil Alimente eingerechnet werden oder Hypotheken auf Wohneigentum gesetzt werden, trifft das sofort mit aller H\u00e4rte die Kinder. Pro Jahr werden ca. 1442 Sanktionen verh\u00e4ngt. 2023 gab es 452 neue Hypotheken, bei insgesamt 2102 Hypotheken.<\/p>\n<p>Dies sind einige Fakten und Indikatoren, die aufzeigen, warum es Kinder in REVIS-Haushalten so schwer haben, der Armut zu entkommen. Das alles ist nicht neu. Nationale Bildungsberichte und immer neue Beobachtungsstellen, wissenschaftliche Forschung und politische Aktionspl\u00e4ne zeigen, dass fr\u00fchzeitig und ganzheitlich angesetzt werden muss, damit Kinder die Chance haben, sich zu Erwachsenen zu entwickeln, die ohne staatliche Beihilfen leben und als B\u00fcrger ihren Teil zur sozialen Koh\u00e4sion beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Haben also REVIS-Kinder keine Chance?<\/p>\n<p>Doch, es gibt Pisten f\u00fcr Kinder in REVIS-Haushalten. Z.B. beim REVIS-Gesetz, das in seiner \u201eRMG-Zeit\u201c ein ganzes B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die unterschiedlichsten Zielgruppen bereithielt. Gerade auch f\u00fcr Alleinerziehende und sozio-kulturell Benachteiligte. Hier kann angesetzt werden, wenn bei den (politischen) Entscheidungstr\u00e4gern der Wille da ist, die Lage zu verbessern.<\/p>\n<p>Einige Denkanst\u00f6\u00dfe und Pisten:<\/p>\n<p>&#8211; Zur Zeit bieten zwei staatliche Organisationen, ONIS und ADEM, Unterst\u00fctzung und Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die gleiche Zielgruppe an. Dies k\u00f6nnte effektiver gestaltet werden, indem ONIS sich wieder auf die soziale Eingliederung konzentriert und ADEM auch die Vorbereitungs- und Aktivierungsma\u00dfnahmen \u00fcbernimmt, wie sie es f\u00fcr Nicht-REVIS- Bezieher macht.<\/p>\n<p>&#8211; ONIS k\u00f6nnte die geballte Kompetenz seiner fachkundigen Assistant Social zum qualifizierten Erstgespr\u00e4ch nutzen, und diese einsetzen mit zielgruppenspezifischen Angeboten und ganzheitlicher \u201eklassischer Sozialarbeit\u201c, besonders f\u00fcr Alleinerziehende, Familien mit Kindern und die 18 \u2013 24 j\u00e4hrigen soziokulturell Benachteiligten.<\/p>\n<p>&#8211; REVIS-Haushalte mit Kindern k\u00f6nnten bei den \u00f6ffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen Maison Relais\/Cr\u00e8che \u201epositiv diskriminiert\u201c, d. h. bei der Platzvergabe immer bevorzugt werden. Wenn das Einkommen zur sozialen Eingliederung nicht f\u00fcr alle Bezieher \u201eumsonst\u201c sein kann, k\u00f6nnte auf alle F\u00e4lle f\u00fcr Haushalte mit Kindern Folgendes gelten:<\/p>\n<p>&#8211; REVIS sollte bei Dispensen nicht zur\u00fcckgefordert werden d\u00fcrfen, wenn keine passende Ma\u00dfnahme angeboten werden kann.<\/p>\n<p>&#8211; REVIS-Schulden sollten nicht vererbt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>&#8211; Hypotheken sollten nicht auf Wohneigentum gesetzt werden, wie es seit Juli 2023 f\u00fcr RPGH-Bezieher gilt.<\/p>\n<p>&#8211; Bei Alimenten-Forderungen sollte den alleinerziehenden Frauen von Anfang an staatliche Unterst\u00fctzung geboten werden.<\/p>\n<p>&#8211; Auf politischer und gesellschaftlicher Ebene k\u00f6nnten \u201eAction positive\u201c der zust\u00e4ndigen Ministerien (wie bereits beim Thema Gender, Handicap, \u2026) und Programme wie S\u00e4iteWiessel[9] gegen Scham und Ausgrenzung und f\u00fcr mehr Verst\u00e4ndnis in der Gesellschaft helfen.<\/p>\n<p>All dies kann ma\u00dfgeblich dazu beitragen, dass Kinder in REVIS-Haushalten \u201eEng Chance vun Ufank un!\u201c bekommen.<\/p>\n<p>Photo de <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/fr\/@katiegerrard?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em><strong>Katie Gerrard<\/strong><\/em><\/span><\/a> sur <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/fr\/photos\/femme-en-bonnet-en-tricot-noir-et-manteau-noir-debout-pres-de-la-cloture-en-metal-gris-pendant-la-journee-ubSakxV8n-w?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em><strong>Unsplash<\/strong><\/em><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Armut und Ausgrenzung\/Exklusion h\u00e4ngen zusammen: \u201eArmut bezeichnet prim\u00e4r einen Mangel an Ressourcen; Ausgrenzung bezeichnet prim\u00e4r die Marginalisierung von einer Person, einer Familie, einer Gruppe wegen zu gro\u00dfer Entfernung mit dem dominanten Lebensstil in der Gesellschaft\u201c. 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Noch nie wurde auch in Luxemburg mehr Geld in die Sozialpolitik investiert als heute und trotzdem steigt das Armutsrisiko immer h\u00f6her und geht die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinander.","twitter_image":"https:\/\/www.improof.lu\/app\/uploads\/2024\/07\/img.jpg","twitter_misc":{"Written by":"Nermin Plavsic","Est. reading time":"6 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/"},"author":{"name":"Nermin Plavsic","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#\/schema\/person\/8b7e0720f9ab34bd8b12af9dbf2592a6"},"headline":"Kinderarmut in Luxemburg","datePublished":"2024-07-05T12:50:29+00:00","dateModified":"2025-04-08T12:24:33+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/"},"wordCount":1282,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#organization"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/","url":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/","name":"Kinderarmut in Luxemburg - Improof","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#website"},"datePublished":"2024-07-05T12:50:29+00:00","dateModified":"2025-04-08T12:24:33+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/kinderarmut-in-luxemburg\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Kinderarmut in Luxemburg"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#website","url":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/","name":"Improof","description":"Tagline goes here","publisher":{"@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#organization","name":"Improof","url":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.improof.lu\/app\/uploads\/2022\/10\/improof-logo-svg.png","contentUrl":"https:\/\/www.improof.lu\/app\/uploads\/2022\/10\/improof-logo-svg.png","width":652,"height":209,"caption":"Improof"},"image":{"@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#\/schema\/person\/8b7e0720f9ab34bd8b12af9dbf2592a6","name":"Nermin Plavsic","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1b010c13286dbffe130fb77dd68cc999?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1b010c13286dbffe130fb77dd68cc999?s=96&d=mm&r=g","caption":"Nermin Plavsic"},"url":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/articles\/author\/nermin-plavsic\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2067"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2067\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2069,"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2067\/revisions\/2069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.improof.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}